Heute habe ich meiner Menschin ganz genau über die Schulter geschaut. Sie hat nämlich was Cooles gemacht. Ein Gutscheinbüchlein. Sie sagt, die Idee ist nicht von ihr, sie hat das mal an einem Clubtreffen gelernt und im Internet eine Videoanleitung gesehen. Leider hat sie den Link nicht mehr, sonst hätte ich den Euch zeigen können...
Weil das ihre Lieblingsfarben sind (grün und braun), hat sie sich gedacht, sie könnte bei einer Challenge mitmachen, die sie per Zufall gesehen hat. Das ist bei den kreativen Stempelfreunden. Wer weiss, vielleicht findet ja jemand das Büchlein auch noch toll.
Und weil meine Menschin den Link nicht mehr hat, habe ich ganz gut geschaut und versuche es Euch nun zu erklären, wie sie das gemacht hat. Also das Endergebnis schaut so aus:
So, dann zeige ich Euch mal wie's geht. Meine Menschin hat sich zwei Bierdeckel genommen (aber das geht sicher auch mit dickem Karton) und zwei Papiere, die zueinander passen. Meine Menschin mag halt gerne grün, es hat mich also nicht gewundert, dass sie das ausgesucht hat:
Sie hat gesagt, das eine Papier muss 28cm x 28cm sein. Also es kann auch kleiner sein, es muss einfach durch 4 teilbar sein. Aber sie sagt, 28x28 ist perfekt. Oder wer mit Inch arbeitet kann 12"x12" nehmen. Dann hat sie das auf den Scor-Pal gelegt und immer nach 7cm einen Falz gemacht. Waag- und senkrecht. So sieht es aus, was sie gemacht hat (die schwarzen Striche habe ich Euch nur in das Bild gemacht, damit Ihr wisst, wo die Falze sind):
Und dann muss man ein bisschen etwas einschneiden, sagt meine Menschin. Und zwar entlang den Falzen so wie Ihr auf den folgenden zwei Bilder sehen könnt. Den oberen Falz und den unteren Falz gleich einschneiden und der mittlere Falz gegengleich. Ich kann es halt nicht so gut erklären, aber die Bilder sagen eigentlich alles:
Dann, wenn man das hat, muss man das ganze falten wie eine Handorgel. Das hört sich kompliziert an, aber das ist es nicht. Wenn meine Menschin das kann, dann können andere das auch (sagt sie, wohlverstanden!). So sieht das in etwa aus:
Damit Ihr es Euch ein bisschen vorstellen könnt, seht Ihr in den folgenden zwei Fotos, die ich heimlich über die Schulter meiner Menschin gemacht habe, wie die "Handorgel" dann zwischen die Bierdeckel kommt:
So, nachdem das nun gemacht ist, muss man mit einem Stanzer kleine Halbrunde ausstanzen. Und zwar müssen immer zwei Seiten zusammengeklebt werden (das kommt dann nachher). Weil die Gutschein-Kärtchen müssen ja irgendwo reingeschoben werden. Ach, wie soll ich das auch nur erklären?! Schaut doch, wie meine Menschin es gemacht hat, dann wisst Ihr es sicher:
Meine Menschin sagt, es kommt nicht so drauf an, wo man überall die Halbrunde einstanzt. Es müssen einfach 7 sein und man kann sie dort machen, wo man sie will. Meine Menschin mag sie aber entweder oben und seitlich oder unten und seitlich. Ein Mix aus oben, unten und seitlich ist ihr zu wild. Kann mensch aber machen.
Dann muss man zusammenkleben. Und zwar nur immer an zwei Seiten. Eine Seite ist ja immer ein Falz und da ist es ja logischerweise schon zu. Meine Menschin hat es mir gezeigt, weil ich nicht draus gekommen bin. So muss man das machen:
Und nachher, wenn man das geklebt hat, müsste es so aussehen, sonst hat man was nicht richtig gemacht:
Meine Menschin tut dann immer noch die Kanten wischen. Sie sagt, das gibt einen "fertigen" Abschluss und sieht einfach schöner aus. Sie macht das eigentlich immer mir Distress:
Nach dem Kanten wischen kann man noch die beiden äusseren Seiten vorbereiten mit Klebeband. Meine Menschin sagt, das darf ruhig ein sehr gut festklebendes Klebeband sein.
Danach kann man die Bierdeckel so machen, wie man will. Meine Menschin tut die in der Regel nicht überziehen, sondern wischt sie auch mit Distress Farbe nach ihrer Wahl. Man kann aber auch ein Papier nehmen und es beziehen. Nur da hat meine Menschin keine Anleitung dazu. Sie sagt, das weiss jeder sicher selber, wie er das anstellen soll:
Wenn man dann die "Handorgel" zwischen die beiden gemachten Bierdeckel klebt, dann muss man vorsichtig sein, sagt meine Menschin. Man muss es sehr fest seitlich kleben, weil wenn man dann das Büchlen aufklappen will, dürfen sich die Kanten am "Büchleinrücken" nicht überlappen, sonst geht es nicht sauber auf. Ach Mensch, schon wieder so blöd zum erklären!! Zum Glück habe ich viele Fotos gemacht:
Ich hoffe, Ihr konntet sehen, wie ich das gemeint habe...
Wenn man das gemacht hat, also die Handorgel zwischen die Bierdeckel geklebt hat, dann kommt ein Band rum. Meine Menschin schimpft immer, wenn ich mit den schönen Schnüren spielen will...ich verstehe das nicht. Sie spielt ja auch damit...aber ich schweife ab. Meine Menschin hat dann die Mitte des Bierdeckels ausgemessen, damit das Band dann schön gerade ist und hat es so angemacht:
Am Schluss hat meine Menschin noch die Kärtchen gemacht. Weil man nicht genau sagen kann, welche Grösse die haben (meine Menschin sagt, das liegt daran, dass der Kleber nicht immer gleich grad ist und es sich um ein oder zwei Milimeter abweichen kann), hat meine Menschin sich ein Trick ausgedacht. Sie schneidet sich ein Streifen Papier ab (lieber am Anfang ein paar Milimeter zuviel) und testet, ob der Streifen in die Lasche passt. Wenn nein, dann macht sie ihn noch ein bisschen kleiner, wenn ja, dann macht sie mit Bleistift eine kleine Markierung und schneidet dann dort gerade durch:
Sie macht dann noch eine Bleistiftmarkierung dort, wo sie ein anders Schnürchen oder Band reinmacht. So:
So, jetzt habe ich Euch so viel gezeigt. Ich hoffe, dass ich mit meinem Kätzisch alles genug genau erklärt habe.
Miau-miau
Eure Bailey